Worte der Freiheit gegen Repression und Diktatur im heutigen Russland
Ein Abend mit Felix Sandalov und Nina Nazarova von StraightForward

Im Anschluss an eine Feierabendführung um 18 Uhr durch die Dauerausstellung des Zentrums für verfolgte Künste lädt der Förderkreises #Wir_erinnern – Wir_gestalten des Zentrums für verfolgte Künste e.V. um 19 Uhr zu einem Gespräch mit Lesung ein.
In Russland wird das gedruckte Wort zunehmend zum Schauplatz politischer Repression. Der unabhängige Verein StraightForward (Berlin), hervorgegangen aus den Moskauer Verlagen Popcorn und Individuum, setzt der staatlichen Zensur entschlossen literarischen Widerstand entgegen. Der StraightForward-Geschäftsführer Felix Sandalov berichtet über die aktuelle juristische Verfolgung ehemaliger Kolleg:innen in Moskau unter dem Vorwurf der „LGBT-Extremismus“-Propaganda – ein Strafverfahren mit internationalem Aufsehen.
Darüber hinaus geht es um die Wiederbelebung des Samizdat als heimliche wie digitale Publikationspraxis, um die Bedeutung unabhängiger Exilverlage, die jenseits staatlicher Kontrolle neue Öffentlichkeit schaffen, und um die persönlichen Erfahrungen der Beteiligten, die sich trotz Repression weiterhin zu Wort melden. Es wird dargestellt, wie die russische Propaganda versucht, literarische Stimmen zu vereinnahmen oder zum Verstummen zu bringen – und welche Strategien Literatur und Zivilgesellschaft dem entgegensetzen.
Zu Gast ist Nina Nazarova, Journalistin der BBC Russisch und Mitautorin des Buches „Gestohlene Jugend. Wie Russland ukrainische Kinder entführt - und wie die Ukrainer sie zurückbekommen“, einer aufrüttelnden Reportage über die Verschleppung ukrainischer Kinder und den zivilgesellschaftlichen Widerstand dagegen. Die Schauspielerin Claudia Gahrke liest zwei Abschnitte des aufwühlenden Bericht in deutscher Übersetzung.
Gemeinsam sprechen Nina Nazarova und Felix Sandalov über die Rolle unabhängiger Literatur im Widerstand, das Erzählen gegen das Schweigen – und über Wege, wie Worte zur Waffe der Freiheit gegen Repression und Diktatur werden.
Mehr Informationen: www.straightforward.foundation/books
Der Eintritt ist frei.



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Wechselausstellung
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Schicksalslinien
Der Maler Fritz Schaefler und sein Sammler Joseph Heymann
Die Ausstellung befasst sich mit den gebrochenen Biografien zweier Männer: des expressionistischen Malers und Grafikers Fritz Schaefler (1888-1954) und des rheinischen jüdischen Industriellen und Kunstsammlers Joseph Heymann (1887-1954).

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Sensorische Inszenierung mit Texten von Else Lasker-Schüler
Die Else Lasker-Schüler-Gesellschaft präsentiert ein Projekt der Akademie für Film- und Medienkunst in Wuppertal.

Vernissage
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Eröffnung der Ausstellung „Lebenslinien. Über Grenzen hinweg“
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Im Sommer 2025 wanderte Hanna Melnykova von Deutschland in die Ukraine. Das Zentrum für verfolgte Künste zeigt die fotografische Dokumentation ihres performativen Spaziergangs vom 8.10-8.11.

