



2017 gründeten sich die Kölsche Kippa Köpp e.V. in der Nachfolge des ersten jüdischen Karnevalsvereins „Kleiner Kölner Klub (KKK)“. Sie zeigen damit auf, dass es im Karneval seit langer Zeit viele aktive Jüdinnen und Juden gab und gibt. Neben der Organisation von Karnevalsveranstaltungen ist dem Verein vor allem die Erinnerungsarbeit an den ehemaligen KKK wichtig.
„Die jüdische Gemeinschaft in die Stadtgesellschaftund den Karneval in die jüdische Gemeinschaft zu holen ist viel schwerer als man denkt, aber enorm wertvoll; enorm wertvoll für beide Seiten.“ sagt Aaron Knappstein, Präsident der Kölsche Kippa Köpp e.V. von 2017 und Vortragender an diesem Abend. Mit Geschichten vergessener jüdischer Karnevalisten verknüpft der Historiker Humor und Erinnerungskultur. Er zeigt auf, was die Leistung der jüdischen Karnevalistinnen und Karnevalisten bedeutete.
Auch wenn Sie dem Karneval kritisch gegenüber stehen, wird er es schaffen, Sie an diesem Abend zum Nachdenken und zum Lächeln zu bringen.
Der Vortrag begleitet die Ausstellung „Schicksalslinien – Der Maler Fritz Schaefler und sein Sammler Joseph Heymann“. Zu Schaeflers Motiven zählte auch der Kölsche Karneval. Der rheinische jüdische Industrielle Joseph Heymann (1887-1954) sammelte und förderte den expressionistischen Maler, Grafiker und Bildhauer.
Vorab haben Sie um 17 Uhr die Gelegenheit an einer Feierabendführung durch die Ausstellung teilzunehmen. Der Eintritt ist frei.




Die Ausstellung befasst sich mit den gebrochenen Biografien zweier Männer: des expressionistischen Malers und Grafikers Fritz Schaefler (1888-1954) und des rheinischen jüdischen Industriellen und Kunstsammlers Joseph Heymann (1887-1954).

Im Zentrum für verfolgte Künste können Sie Künstler:innen entdecken, die über die letzten Jahrzehnte in Vergessenheit geraten sind.

Die Schauspielerin Claudia Gahrke und der Musiker Behnam Samani bringen Texte des Welt-Poeten und Kämpfers für die Gedankenfreiheit, Salman Rushdie, ins Zentrum für verfolgte Künste.



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