Eine Hommage an Salman Rushdie
Die Schönheit des freien Wortes

Salman Rushdie ist ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller, der regelmäßig als Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt wird.
Vielen Menschen ist Rushdie jedoch nicht durch seine herausragende Literatur bekannt, sondern vor allem durch die Fatwa, die der iranische Glaubensführer Ayatollah Chomeni, wegen dessen Roman „Die satanischen Verse“ am 14. Februar 1989 gegen ihn erließ.
Dreiunddreißig Jahre später wurde Rushdie während einer Lesung in New York Opfer eines Messerangriffs, den er nur knapp überlebte und in dessen Folge er sein rechtes Augenlicht verlor.
Vor Gericht sagte der Attentäter aus, er habe kaum zwei Seiten aus Rushdies Büchern gelesen, sich jedoch einige Filme auf YouTube über ihn angesehen.
Dies ist eine Hommage an einen Ausnahmekünstler, großen Humanisten, Welt-Poeten und Kämpfer für die Gedankenfreiheit.
Salman Rushdie gehörte 1994 zu den Unterzeichnern eines Aufrufs der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft zur Gründung einer Stiftung Verbrannte und verbannte Dichter/Künstler - für ein Zentrum der verfolgten Künste.
Claudia Gahrke tritt mit zahlreichen literarischen Programmen auf, darunter die Reihen „Wortrevue“ und „Auch Teppiche möchten manchmal fliegen!“. Ein Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit bilden Texte verfolgter Schriftsteller, die ihr besonders am Herzen liegen. In „Salman Rushdie erlesen“ präsentiert sie eine Auswahl aus Rushdies literarischen Werken und stellt diesen Textauszüge aus dessen autobiografischem Buch „Knife“ zur Seite, in dem er das Attentat verarbeitet und seinen Kampf zurück ins Leben schildert.
Der iranische Musiker Behnam Samani, ein international anerkannter Meistertrommler und der Musiker Herbert A. Mitschke gestalten die musikalische Umrahmung der Lesung von Claudia Gahrke. Die von Samani gespielten traditionellen iranischen Instrumente wie Tombak und Daf verbinden sich mit Saxophon, Flöte und Klavier in vorher festgelegten musikalischen Strukturen und in freien Improvisationen. Dabei gibt es immer wieder Bezüge zur iranischen und indischen Musik. Die Zusammenarbeit beider Musiker reicht zurück in die 90er Jahre. Samani ist in dieser Zeit vor den iranischen Mullahs über Pakistan nach Deutschland geflohen, Mitschke floh fast zur gleichen Zeit aus der DDR. Eine spannende Konstellation, die der Aufführung besondere Musikmomente verleihen wird.
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