Preisträger-Konzert der Hochschule für Tanz und Musik Köln
mit Yeji Jung, Shuri Soga und Maria José Palla

Yeji Jung, Shuri Soga und Maria José Palla spielen im Zentrum für verfolgte Künste in Kooperation mit dem Kunstmuseum Solingen Stücke aus dem Preisträger-Wettbewerb der Hochschule für Tanz und Musik Köln.
Die drei Pianist*innen haben mit ihren Interpretationen verfolgter Komponist*innen den Sonderpreis des Karlrobert Kreiten Wettbewerbs 2026 gewonnen.
Karlrobert Kreiten errang bereits in den zwanziger Jahren große Erfolge. Ende der 1930er Jahre zählte er zu den großen Nachwuchsbegabungen unter den deutschen Pianisten. Einer seiner Förderer war Wilhelm Furtwängler. Im März 1943 äußerte Karlrobert Kreiten während einer Konzertreise in Berlin unter dem Eindruck der Niederlage von Stalingrad gegenüber einer Freundin seiner Mutter, dass der Krieg verloren sei, und nannte Hitler »einen Wahnsinnigen«. Die Freundin denunzierte Karlrobert Kreiten. Er wurde Anfang Mai 1943 verhaftet, zum Tode verurteilt und trotz mehrerer Gnadengesuche bereits vier Tage später in Berlin-Plötzensee ermordet.
Um Kreitens Mut und seine Kunst zu ehren, werden durch die Hochschule für Musik und Tanz Köln im Rahmen eines internen Klavierwettbewerbs jedes Jahr drei Preisträger*innen ausgezeichnet. Neben dem Preisgeld erhalten diese auch Anschlussengagements. Die HfMT Köln setzt sich dafür ein, wichtige, insbesondere historische, sozialpolitische gesellschaftliche Aspekte in Lehre und Kunst zu thematisieren. So ist es ist für alle Teilnehmenden verpflichtend, in einer der beiden Runden ein Werk einer Komponistin zu spielen sowie ein Werk einer verfemten, politisch oder gesellschaftlich verfolgten Persönlichkeit in das Programm der 1. Runde zu integrieren und dieses kurz anzumoderieren.
Künstlerische Leitung: Prof. Sheila Arnold und Prof. Severin von Eckardstein
Der Eintritt ist frei.
Material
Pressespiegel
Aktuelles

Wechselausstellung
:
Schicksalslinien
Der Maler Fritz Schaefler und sein Sammler Joseph Heymann
Die Ausstellung befasst sich mit den gebrochenen Biografien zweier Männer: des expressionistischen Malers und Grafikers Fritz Schaefler (1888-1954) und des rheinischen jüdischen Industriellen und Kunstsammlers Joseph Heymann (1887-1954).

Gespräch
:
Wie konnte das geschehen?
Kulturpolitischer Salon mit Götz Aly
Götz Aly zählt zu den bekanntesten Autoren zur Geschichte des Nationalsozialismus und des Holocaust. Kulturpolitischer Salon im Zentrum für verfolgte Künste mit Andreas Schäfer.

Lesung
:
Eine Hommage an Salman Rushdie
Die Schönheit des freien Wortes
Die Schauspielerin Claudia Gahrke und der Musiker Behnam Samani bringen Texte des Welt-Poeten und Kämpfers für die Gedankenfreiheit, Salman Rushdie, ins Zentrum für verfolgte Künste.



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