Herzliche Einladung zur Eröffnung der Ausstellung „Sperren Sie endlich Ihren Kopf auf!“ Dada als politische Kunst zwischen den Weltkriegen
am Samstag, 9. Mai 2026 um 18 Uhr
Mit Grußworten von
- Dr. Jürgen Kaumkötter, Direktor des Zentrums für verfolgte Künste
- Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, stellvertretender Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland
- Dr. Katharina Günther, Kuratorin des Zentrums für verfolgte Künste
Im Anschluss kann die Ausstellung besichtigt werden und wir laden zu einem Empfang mit Umtrunk ein.
Antibürgerlich, anarchistisch und pazifistisch übte Dada mit scharfem Blick und beißender Satire Gesellschaftskritik, hinterfragte geltende Werte sowie politische und soziale Zustände und Dynamiken, vor allem jene, die zur Katastrophe des Ersten Weltkriegs geführt hatten. 1916 noch während des Krieges gegründet, wird das Ende der Bewegung zwar in den frühen 1920er Jahren verortet, Künstler:innen wie George Grosz, Hannah Höch und John Heartfield kämpften jedoch mit Mitteln der Kunst später auch gegen den aufkommenden Nationalsozialismus. Den Nationalsozialisten gilt Dada als „entartet“.
Die Kunst der Dadaist:innen ist bunt, laut – und keineswegs einheitlich. Sie bedienten sich unterschiedlichster Stile und produzierten Literatur, Lyrik, Bühnenstücke, Gemälde, Grafik, Collagen und Fotografien. Doch das Politische ist ein zentraler gemeinsamer Nenner, der sich wie ein roter Faden durch die Arbeiten der Bewegung zieht und auf verschiedenste und unerwartete Weisen zum Ausdruck kommt. Zum 110. Geburtstag feiert „Sperren Sie endlich Ihren Kopf auf!“ die Kunstbewegung Dada und zeigt die Aktualität ihres politischen Engagements.
Die Ausstellung ist bis zum 13. September 2026 zu sehen. Zur Ausstellung erscheint ein zweisprachiger Katalog im Hirmer-Verlag. Mit Essays von Katharina Günther, Hanne Bergius, Lucy Byford, Agathe Mareuge und „Let’s do it a Dada“ von Jürgen Joseph Kaumkötter.
Die Ausstellung wird von der Gerd-Kaimer-Bürgerstiftung Solingen, der Kunststiftung NRW und der Regionalen Kulturförderung des LVR gefördert.