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Was wir lesen, wer wir sind - arkadaşlar

Wahlverwandschaften. Mit Fikri Anıl Altıntaş und Karosh Taha

Lesung & Gespräch
Das Titelbild der Veranstaltung zeigt fünf rote Nelken, die auch im Ausstellungsplakat erscheinen. Sie lagen auf den Särgen der Mordopfer des Brandanschlages von Solingen 1993.
Das Titelbild der Veranstaltung zeigt fünf rote Nelken, die auch im Ausstellungsplakat erscheinen. Sie lagen auf den Särgen der Mordopfer des Brandanschlages von Solingen 1993.
29.6.23
19:00

Worte für Freundschaft und Verwandtschaft wurden und werden in vielen Kontexten synonym gebraucht oder in eine enge Verbindung gebracht. In den Romanen von Fikri Anıl Altıntaş und Karosh Taha sind es vor allem die Familienkonstellationen, anhand derer sich die Protagonist:innen große(n) Fragen stellen. Zwischen den Generationen werden Rollenbilder verhandelt und verändert, Traditionen begründet und gelöst.


Auch formal hinterfragen die Texte unsere Wahrnehmung: Karosh Tahas Wenderoman Im Bauch der Königin kann von zwei Seiten gelesen werden. „Es sind tatsächlich zwei Realitäten, zwei Möglichkeiten, eine Geschichte zu erzählen.“, so die Autorin. Fikri Anıl Altıntaş bedient sich in Im Morgen wächst ein Birnbaum einer besonderen Sprache, eines bestimmten Tons, der seine Erzählung prägt. Beide verhandeln Realitäten in ihrer Fiktion, die auch kommende Generationen noch beschäftigen werden.

Was wir lesen, wer wir sind - arkadaşlar. Lesungen und Gespräche.

jeweils donnerstags, 19.00 (Einlass); Beginn 19.30 Uhr im Meistermann Saal des Zentrums für verfolgte Künste, Eintritt frei (Termine: 01.06.2023, 15.06.2023, 29.06.2023, 10.08.2023, 24.08.2023, 07.09.2023)


Arkadaşlar [aɾkadaʃˈlaɾ], Freund:innen, ist als Motto unserer Sommerlesungen und Gesprächsabende in Anlehnung an den Ausspruch Lasst uns Freunde sein! Bırakın arkadaş olalım! von Mevlüde Genç gewählt. Arkadaşlar jedoch auch in Anspielung darauf, dass es mutmaßlich vier Freunde waren, die das Haus entzündet haben, dass die Freundschaft im Sinne eines Zusammenwachsens etwas ist, das wir auch immer wieder kritisch in Frage stellen müssen.

In Solingen brennt ein Haus, fünf Menschen sterben. Özlem Özgül Dündars türken, feuer nimmt uns mit in die Realität der Einzelnen, denen sie hier eine Stimme gibt. Im Unsagbaren dialogisieren ihre Worte mit denen anderer, für die im Moment des Schweigens der Schmerz und die Angst nicht verstummen. Wir hören auch die Mutter eines mutmaßlichen Täters, Stimmen Überlebender – alle bleiben sie gefangen in dieser Nacht, im Feuer. Dennoch finden sie über die Sprache einen Weg zueinander, bemühen einen Dialog.

Dündars Text, der die Veranstaltungsreihe eröffnen wird, ist nur einer von vielen Beiträgen der deutschen Gegenwartsliteratur, die diesen Dialog um eine Perspektive erweitern, die intersektionale Diskriminierungsrealitäten und Widerstandspraxen ebenso in den Fokus rückt, wie die Geschichten ihrer Protagonist:innen.

Wie schon im letzten Jahr wollen wir unsere Lesungen als moderierte Gespräche zwischen zwei Autor:innen verschiedener Genres gestalten, die sich schnell auch dem gesamten Publikum öffnen. Kurze Leseblöcke und kleine Performances wechseln dabei ab mit einem Dialog, den wir auch über diesen Sommer hinaus mit Ihnen führen möchten.

Material

Pressespiegel

Aktuelles

Armin Alfermann, Foto: Uli Preuss
7.5.24
8.9.24

Wechselausstellung

:

Spuren in Stein – Jüdische Friedhöfe am Niederrhein

Ausstellung zum 100. Geburtstag des Fotografen Armin Alfermann

Das Museum Zentrum für verfolgte Künste zeigt vom 7. Mai bis 8. September 2024 die Fotoserie "Spuren in Stein" von Armin Alfermann über die jüdischen Friedhöfe am Niederrhein.

Love Radio: Mit dem Völkermord an den Tutsi durchlebte Ruanda ein unfassbar grausames Kapitel seiner Geschichte. Mehr als 20 Jahre danach gibt es zarte Ansätze der Versöhnung. Die niederländische Fotografin Anoek Steketee zeichnete nach, wie eine Radio-Soap über zwei verfeindete Familien dabei helfen kann, vielen Menschen den Weg zu einer gemeinsamen Sprache zu ebnen. © Anoek Steketee
16.6.24

Führung

:

Öffentliche Sonntagsführung „Keine Freiheit ohne Pressefreiheit“

30 Jahre Reporter ohne Grenzen

Die öffentliche Führung im Zentrum für verfolgte Künste zeigt sechs Arbeiten aus den Jahresheften „Fotos für die Pressefreiheit“ der Organisation „Reporter ohne Grenzen“.

Sonderführung mit Violetta Savchits am 6. Mai, Foto: Daniela Tobias
23.6.24

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