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Kuratorinnenführung „Sperren Sie endlich Ihren Kopf auf!“

Öffentliche Sonntagsführung

Führung
Unbekannter Fotograf, Installationsansicht, Erste Internationale Dada-Messe 1920, Abbildung aus Dada-Almanach, hg. von Richard Huelsenbeck, Berlin 1920, Sammlung Wassermeyer
Unbekannter Fotograf, Installationsansicht, Erste Internationale Dada-Messe 1920, Abbildung aus Dada-Almanach, hg. von Richard Huelsenbeck, Berlin 1920, Sammlung Wassermeyer
10.5.26
15:00 Uhr

Die Kuratorin Dr. Katharina Günther nimmt Sie in der öffentlichen Sonntagsführung mit in die Ausstellung „Sperren Sie endlich Ihren Kopf auf!“ Dada als politische Kunst zwischen den Weltkriegen

Antibürgerlich, anarchistisch und pazifistisch übte Dada mit scharfem Blick und beißender Satire Gesellschaftskritik, hinterfragte geltende Werte sowie politische und soziale Zustände und Dynamiken, vor allem jene, die zur Katastrophe des Ersten Weltkriegs geführt hatten. 1916 noch während des Krieges gegründet, wird das Ende der Bewegung zwar in den frühen 1920er Jahren verortet, Künstler:innen wie George Grosz, Hannah Höch und John Heartfield kämpften jedoch mit Mitteln der Kunst später auch gegen den aufkommenden Nationalsozialismus. Den Nationalsozialisten gilt Dada als „entartet“.

Die Kunst der Dadaist:innen ist bunt, laut – und keineswegs einheitlich. Sie bedienten sich unterschiedlichster Stile und produzierten Literatur, Lyrik, Bühnenstücke, Gemälde, Grafik, Collagen und Fotografien. Doch das Politische ist ein zentraler gemeinsamer Nenner, der sich wie ein roter Faden durch die Arbeiten der Bewegung zieht und auf verschiedenste und unerwartete Weisen zum Ausdruck kommt. Zum 110. Geburtstag feiert „Sperren Sie endlich Ihren Kopf auf!“ die Kunstbewegung Dada und zeigt die Aktualität ihres politischen Engagements.

„Dada ist aufregende, innovative Kunst, aber auch ein Appell. Die pazifistisch eingestellten Dadaist:innen zweifelten bereits den Sinn des Ersten Weltkriegs an. Arbeitslosigkeit und Armut prägten die neue Weimarer Republik, das Bürgertum war träge im Denken und Handeln. Machtstrukturen aus dem Kaiserreich waren erhalten geblieben und einige wenige machten sich die Taschen voll. Dada klagte an und forderte das Publikum zum Hinsehen, Reflektieren und Verstehen auf.“ – Dr. Katharina Günther

Die Kunsthistorikerin und Kuratorin des Zentrums für verfolgte Künste, Dr. Katharina Günther, studierte in Köln und Antwerpen und wurde an der Universität zu Köln promoviert. Wissenschaftliche und kuratorische Stationen führten sie unter anderem an die Klassik Stiftung Weimar, zur Francis Bacon MB Art Foundation in Monaco, zum The Estate of Francis Bacon in London, an die Hugh Lane Gallery in Dublin sowie an das Museum für Gegenwartskunst Siegen. Ihre Arbeit verbindet internationale Forschung und kuratorische Erfahrung an renommierten Institutionen.

Eine Voranmeldung zu den öffentlichen Führungen ist nicht nötig. Start der Führungen ist um 15 Uhr im Museumsfoyer im Bereich der Kasse. Die Führung ist bereits im Museumseintritt enthalten.

Georg Scholz, Wucherbauernfamilie, 1920, Originallithografie auf Bütten, Antiquariat Günter Linke, Berlin
Georg Scholz, Wucherbauernfamilie, 1920, Originallithografie auf Bütten, Antiquariat Günter Linke, Berlin
Georg Scholz, Wucherbauernfamilie, 1920, Originallithografie auf Bütten, Antiquariat Günter Linke, Berlin

Material

Pressespiegel

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Plakat „Sperren Sie endlich Ihren Kopf auf!“ Dada als politische Kunst zwischen den Weltkriegen
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Vernissage

:

Eröffnung der Ausstellung „Sperren Sie endlich Ihren Kopf auf!“

Dada als politische Kunst zwischen den Weltkriegen

Herzliche Einladung zur Eröffnung der Ausstellung „,Sperren Sie endlich Ihren Kopf auf!' Dada als politische Kunst zwischen den Weltkriegen“ am Samstag, 9. Mai 2026 um 18 Uhr.

Unbekannter Fotograf, Installationsansicht, Erste Internationale Dada-Messe 1920, Abbildung aus Dada-Almanach, hg. von Richard Huelsenbeck, Berlin 1920, Sammlung Wassermeyer
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Führung

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Herzliche Einladung zur Eröffnung der Ausstellung „,Sperren Sie endlich Ihren Kopf auf!' Dada als politische Kunst zwischen den Weltkriegen“ am Samstag, 9. Mai 2026 um 18 Uhr.